Deutsche Meisterschaften in Stade

20160913 – 38 Sportler waren bei den Deutschen Meisterschaften im Tischtennis für Menschen mit geistiger Behinderung in der Sporthalle der IGS in Stade am Start. Aus Stade waren vier Aktive von den DRK-Schwinge-Werkstätten dabei. So haben sie abgeschnitten. Nicole Hoppe, Thomas Feldmann, Hans-Heinrich Ahlf und Lars Zander hatten sich bei den Landesmeisterschaften für dieses Turnier qualifiziert. Nicole Hoppe holte mit dem dritten Platz im Team die beste Stader Platzierung. Mit Alexander Metzke fehlte allerdings der stärkste Vertreter der Stader verletzungsbedingt. Auf die Teilnahme wollte er dennoch nicht verzichten. Er war als Schiedsrichter dabei. Alle Unparteiischen, insgesamt 31 an den beiden Tagen, kamen aus Vereinen des Landkreises Stade. Der Jüngste war Leon Bömmelburg mit 16 Jahren und der Älteste Elreck Salis Senior mit 83 Jahren. Veranstalter der Meisterschaft war der Deutsche Behindertenverband, Abteilung Tischtennis. Als Ausrichter traten die Schwinge-Werkstätten des Deutschen Roten Kreuzes und der VfL Güldenstern Stade auf.

Zurück zu Alexander Metzke: Er war 2014 Deutscher Vizemeister im Teamwettbewerb und ist auch im normalen Vereinssport im VfL Güldenstern aktiv. In den letzten beiden Jahren belegte er Platz fünf im Einzel und holte 2015 und 2016 den Landestitel. „Tischtennis gehört zu den 30 verschiedenen Angeboten der Schwinge-Werkstätten“, berichtet Ulrich Tipke von der Werkstattleitung. Seit 2008 wird auch im normalen Vereinsbetrieb trainiert, aktuell beim VfL Güldenstern Stade. Trainer sind Elreck Salis und Martin Höft. Nach den Vorrundenspielen am Freitag boten die Tischtennis-Spieler bei den Endrunden am Sonnabend echten Spitzensport. Davon, dass die Aktiven ihren Sport beherrschen, konnte sich auch Stades Bürgermeisterin Silvia Nieber überzeugen. Sie ließ es sich nicht nehmen, nach ihrer Begrüßung gegen die Staderin Nicole Hoppe das Auftaktspiel zu bestreiten. Es setzte eine deftige Niederlage. Dennoch gab es für Nieber die Medaille und eine Urkunde. Es sind bereits die sechsten Deutschen Meisterschaften, die für die Tischtennisspieler mit geistiger Behinderung veranstaltet werden. Die Stader Vertretung war jedes Mal dabei. „Jeder Sieg stärkt das Selbstbewusstsein“, sagt Ulrich Tipke. Die Trainer sind durch ihre langjährige Arbeit erfahrene Begleiter. „Auch wenn uns der Nachwuchs fehlt“, bedauert Trainer Elreck Salis. Für die Ausrichter war es eine ganz neue Erfahrung, bestätigt Ulrich Tipke: „Der personelle und finanzielle Aufwand ist schon sehr groß, doch wir sind mit dem Verlauf sehr zufrieden.“ Zufrieden waren auch die Vertreter des Behindertenverbandes. Tischtennis-Abteilungsleiter Christian Koppelberg: „Diese Veranstaltung wird immer besser, die Beteiligung steigt. Hier läuft alles sehr gut, wir sind zufrieden und hoffen, dass wir noch einmal wiederkommen dürfen.“ Die Zufriedenheit hatte sich im Vorfeld bei den Ausrichtern herumgesprochen. Die Halle, das Catering durch die Küche der Schwinge-Werkstätten und die Betreuung kam an. Einige Schüler der IGS waren vor Ort. Der Schulchor sang die Nationalhymne zur Begrüßung und die neugegründete Fernsehgruppe drehte einen Film während der Spiele.

Die Ergebnisse der Stader

Nicole Hoppe gewinnt den 3. Platz im Teamwettbewerb gemeinsam mit Yvonne Hardam vom BSV Celle und wird Sechste in der Einzelkonkurrenz. Lars Zander landet auf Rang 15. Platz, Thomas Feldmann im Einzel auf Platz 23 und Hans-Heinrich Ahlf wird 24. im Einzel.

Bericht von M. Borchers

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